Energieberatung-Sanierung-Berlin

Energieausweis

Seit Einführung der Energieeinsparverordnung haben Käufer oder Mieter das Recht, sich bei Vertragsabschluss einen Energieausweis mit den Kennwerten des Energieverbrauchs für dieses Gebäude zeigen zu lassen.  Damit soll der potenzielle Kunde sich ein Bild machen können über die zu erwartenden Nebenkosten für Heizung und Warmwasser.

Die Gebäudekennwerte für den Energieausweis können unter bestimmten Bedingungen verbrauchsorientiert oder bedarfsorientiert ermittelt werden. Für verbrauchsorientierte Ausweise wird der Nachweis unter Berücksichtigung der tatsächlichen Energieverbräuche des Gebäudes von drei zusammenhängenden Jahren ermittelt. deshalb sind verbrauchsorientierte Ausweise auch sehr preiswert zu erstellen. Eine Aussage über die Energieeffizienz des Gebäudes, also die Dämmqualität der Außenhülle oder die Aktualität der Heizungsanlage ist mit einem verbrauchsorientierten Ausweis nicht möglich.

Für den bedarfsorientierten Energieausweis werden die Energieverluste durch die Aussenbauteile und die gesamte Anlagentechnik berechnet. Damit können die Schwachpunkte des Gebäudes lokalisiert werden. Modernisierungs-maßnahmen lassen sich dadurch explizit durchrechnen und das Einspar-potenzial durch die Maßnahmen ermitteln. Allerdings ist die Berechnung der Kennwerte für den bedarfsorientierten Ausweises deutlich aufwändiger.

Ob Ihr Gebäude nun einen bedarfsorientierten oder verbrauchsorientierten Energieausweis benötigt, kann ich Ihnen schnell und zuverlässig in einem ersten Gespräch ermitteln.

Was ist ein Energieausweis?

Energieausweise geben Auskunft über den Energieverbrauch pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr, ähnlich wie wir das schon von Energieeffizienzklassen bei Haushaltsgeräten oder dem Durchschnitts-verbrauch von Fahrzeugen kennen. Damit sollen Kaufinteressenten und künftige Mieter eine objektive Information darüber bekommen, ob das Gebäude einen hohen oder einen niedrigen Energiebedarf hat. Die politische Erwartung besteht darin, Gebäude mit schlechten Energiekennwerten kenntlich zu machen, um so den Gebäudeeigentümer zu energetisch wirksamen Modernisierungen zu motivieren.

Wer braucht einen Energieausweis?

Ein Energieausweis ist immer dann erforderlich, wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft, bzw. neu vermietet wird. Jeder Kauf- oder Mietinteressent für eine Wohnung oder ein Haus hat das Recht auf Vorlage eines gültigen Energieausweises durch den Verkäufer oder Vermieter. Mieter in bestehenden Mietverhältnissen haben keinen Anspruch auf einen Energieausweis.

Welchen Energieausweis benötige ich?

Der Gesetzgeber lässt zwei Varianten zu: den verbrauchs- und den bedarfs-basierten Energieausweis.

Der Kabinettsbeschluss gibt dem Gebäudeeigentümer folgende Möglichkeiten:

Für Gebäude mit weniger als fünf Wohnungen, die mit einem Bauantrag vor dem 1. November 1977 errichtet und nicht mindestens auf das Anforderungsniveau der ersten Wärmeschutzverordnung (WSVO) von 1977 modernisiert wurden, sind bedarfsbasierte Energieausweise vorgeschrieben. Auch wer künftig Mittel aus staatlichen Förderprogrammen zur energetischen Sanierung seines Gebäudes bekommen möchte, muss einen Bedarfsausweis vorlegen.

Verbrauchsbasierte Energieausweise sind in allen anderen Fällen zulässig. Somit ist auch zweifelsfrei möglich für bestimmte Gebäude einen Energieausweis zu erstellen, ohne diese Objekt persönlich betreten oder in Augenschein genommen zu haben. Der Gebäudeeigentümer kann jedoch auch freiwillig einen bedarfsbasierten Energieausweis beauftragen.

Wie lange gilt ein Energieausweis?

Grundsätzlich haben Energieausweise eine Gültigkeitsdauer von 10 Jahren. Wer dazwischen energetische Verbesserungen seines Gebäudes vornimmt, wird allerdings vor Ablauf von 10 Jahren einen neuen Energieausweis erstellen lassen, um die Vorteile gegenüber Käufern und Mietern auch nachweisen zu können.   Gebäude mit niedrigen Energieverbräuchen erzielen einen deutlich höheren Marktwert. Die Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden steigt ständig an.

 

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