Energieberatung-Sanierung-Berlin

Energiefresser Wärmepumpen

Mittwoch, 22. Dezember 2010 von Jörg Thomas

Sind Wärmepumpen doch keine Allheilmittel in der Energiekrise? Im Jahr 2009 sind die Umsatzzahlen für verkaufte Wärmepumpen erstmals zurück gegangen schreibt die Berliner Morgenpost vom 11.12.10. Eine Ursache dürfte darin liegen, dass Wärmepumpen selten die versprochene Energieinsparung erreichen. Das liegt häufig an zu klein dimensionierten Erdsonden und fehlerhafter Installation.  Das beweist, Wärmepumpen sind nur unter optimalen Randbedingungen effektiv. Der geringe Kostenvorteil im Verbrauch, der durch die Nutzung von Umweltenergie erreicht wird, muss durch die hohen Investitionskosten teuer bezahlt werden. Schlimmer noch, die Verbrauchskosten bei Wärmepumpen sind häufig nur deshalb geringer als bei Gas- oder Ölbrennwertanlagen, weil der Wärmepumpenstrom gefördert wird. Fällt aber die Förderung weg oder steigt der Strompreis schneller als der Öl- bzw. Gaspreis (z. B. durch die Einspeisung von Ökostrom) verkehrt sich der Verbrauchsvorteil ins Gegenteil. Dann sind die Verbrauchskosten bei Wärmepumpen plötzlich höher als bei vergleichbaren Öl- oder Gasheizungen.

Wer sich dennoch für moderne und zukunftsträchtige Heizungsanlagen interessiert, kann in meinem kostenlosen E-Book nachlesen worauf bei der Installation solcher Anlagen zu achten ist.

EnEV: Zwingende Modernisierung

Sonntag, 29. August 2010 von Jörg Thomas

Für Interessenten, die eine gebrauchte Immobilie erwerben wollen, stellt sich häufig die Frage, welche Sanierungsmaßnahmen zwingend nach dem Erwerb durchgeführt werden müssen. Denn der Kostenaufwand für diese Maßnahmen sollte schon beim Erwerb der Immobilie berücksichtigt werden und zu einer Kaufpreisreduzierung führen.

Laut EnEV 2009 gibt es drei Nachrüstpflichten, die vom neuen Eigentümer einer Immobilie innerhalb der ersten 2 Jahre nach dem Erwerb durchzuführen sind, sofern sie der Verkäufer nicht schon erbracht hat.

  1. Heizkessel für flüssige oder gasförmige Brennstoffe, die vor dem 01.10.1978 eingebaut wurden, sind auszutauschen.
  2. Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserleitungen, die durch unbeheizte Räume führen, sind zu dämmen.
  3. Oberste Geschossdecken, die nicht begehbar sind (und deshalb nicht ausgebaut werden können), sind zu dämmen. Der U-Wert der Decke darf nach der Dämmmaßnahme nicht über 0,24 W/m²K liegen. Nach dem 31.12.2011 gilt das auch für begehbare oberste Geschossdecken.

Die Frist von 2 Jahren gilt jedoch nur für Erwerber von selbstgnutzten Einfamilienhäusern (auch mit Einliegerwohnung). Für Erwerber von Mehrfamilienhäusern gelten die Nachrüstpflichten sofort.

EnEV: Bagatellgrenze

Sonntag, 11. Juli 2010 von Jörg Thomas

Nach Inkrafttreten der EnEV 2009 änderte sich auch die Regelung zur Bagatellgrenze für Sanierungsarbeiten. Danach sind Eigentümer verpflichtet bei einer Sanierung die Bauteilanforderungen nach Tabelle 1, Anlage 3 der EnEV einzuhalten wenn mehr als 10% eines Bauteils saniert werden.

Das bedeutet, werden weniger 10% des Bauteils (also z. B. der Außenwandfläche des gesamten Hauses) saniert, unterliegt die Sanierung keinen Vorgaben. Werden jedoch mehr als 10% saniert (z.B. Putzausbesserung an einer kompletten Außenwand) so muss diese Sanierung den o.g. Vorgaben der EnEV entsprechen. Im Falle einer Putzausbesserung könnte z.B. eine Dämmung der zu sanierenden Außenwand erforderlich werden. Außenwände die nicht ausgebessert werden, müssen nicht gedämmt werden.

Weltneuheit von Vaillant

Samstag, 22. Mai 2010 von Jörg Thomas

Anfang April 2010 hat Vaillant mit der  gasbetriebenen Zeolith-Wärmepumpe zeoTHERM eine Weltneuheit vorgestellt.  Bei dieser Heizung handelt es sich um eine Kombination aus Gasbrennwertanlage, Solaranlage mit Pufferspeicher und der eigentlichen Zeolitheinheit,  einer Wärmepumpe ohne bewegte Teile.

Die Funktionsweise der Anlage ist einfach. Während eine einfache Solaranlage zur Trinkwassererwärmung nur im Sommer die nötigen Temperaturen liefert, reichen der Zeolithheizung bereits Temperauren ab 3°C, um daraus die nötige Wärme für die Beheizung eines Hauses zu gewinnen. Die Wärmepumpe entzieht dem 3°C kalten Wasser der Solaranlage die Energie und pumpt diese auf das Niveau der Fußbodenheizung ( z. B. 35°C) hoch. Dadurch verlängert sich erheblich die Zeitspanne in der die Solaranlage effektiv arbeitet.

Nach Angaben von Vaillant, wird durch die zusätzliche Einkopplung von Umweltenergie der Nutzungsgrad der Gesamtanlage um 20% gesteigert gegenüber einer herkömmlichen Kombination von Brennwert- und Solaranlage. Ausführliche Planungsinformationen erhalten Sie hier…

 

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